Was zeichnet ein qualitativ hochwertiges Kokosnussöl aus?

Aufgrund der ständig wachsenden Popularität gibt es unzählige Veröffentlichungen über echtes bio kokosnussöl, die nicht immer der Wahrheit entsprechen. Dies führt bei Verbrauchern oft zu erheblicher Verwirrung, wenn sie ein hochwertiges Produkt kaufen möchten. Dabei kannst du die Qualität eines guten Öls ganz einfach mit deinen eigenen Sinnen prüfen, um sicherzustellen, dass dein bio kokosnussöl hält, was es verspricht.
Es klingt im ersten Moment vielleicht merkwürdig, ist aber ein biologischer Fakt: Das beste bio kokosnussöl riecht und schmeckt von Natur aus nur ganz dezent nach Kokosnuss! Riecht dein Öl wie eine extrem süße Kokosnuss, dann sei dir sicher, dass das Produkt unter hohen Temperaturen verarbeitet wurde. Steigt die Temperatur während der Pressung, werden die Bestandteile der Kokosnuss förmlich „gebraten“ – das Öl verliert wichtige Nährstoffe, gibt schlechte Fette ab und wird anfällig dafür, schnell ranzig zu werden. Ein feiner, blumiger und homogener Geschmack ohne kratzigen Nachgeschmack kann nur erzielt werden, wenn die Kokosnüsse schnell, kalt und trocken gepresst werden.
Auch die Konsistenz ist ein wichtiger Indikator. Ein qualitativ hochwertiges bio kokosnussöl fühlt sich bei Zimmertemperatur wunderbar weich und cremig an, ohne bröckeligen Rückstände. Kokosöl schmilzt oberhalb von ca. 24°C, darunter ist es fest. Achtung: Öl mit bröckeligen Rückständen wurde oft mit billigem Palmöl gestreckt, welches einen höheren Schmelzpunkt hat. Solche Verunreinigungen erkennst du daran, dass das Öl langsamer schmilzt, sich bröckelig auftragen lässt und viel länger braucht, um von der Haut aufgenommen zu werden.
Manchmal fragen uns Kunden, warum der Boden des Kokosöls leicht gelblich gefärbt ist. Bei einem echten rohen Naturprodukt wie SoloCoco ist das ein positives Qualitätsmerkmal! Da wir im DME-Prozess manuell pressen, gelangen winzige Teile der inneren, nährstoffreichen braunen Samenhaut des Kokosfleisches mit ins Öl. Wir lassen das Öl zwar einen Monat lang stehen, damit sich diese Sedimente absetzen, und filtern es danach sorgfältig – dennoch können kleinste Spuren im Glas verbleiben. Genau wie bei naturtrüben Obstsäften oder hochwertigen Weinen sind solche Sedimente der beste Beweis für eine schonende, nicht-industrielle Verarbeitung ohne Chemie.
